Ich habe heute einen UNO 75ie mit unerklärlichem Motorversagen untersuchen dürfen. Trotz Benzindruck, Einspitzung auf die Drosselklappe, Zündfunken, Kompression, richtiger Steuerzeiten und Zündfolge sagte er nichts. Als er dann mit Bremsenreiniger lief, habe ich schließlich den Deckel vom Druckregler (auf dem Drosselklappenteil) abgenommen. Nachdem ich sehr, sehr vorsichtig die Membran des Druckreglers entfernt hatte, war der Fehler klar. Teile der Membraneinheit waren verrostet und jede Menge braune Krümel lagen im Sprit. Wenn die Verunreinigungen erst nach dem Benzinfilter entstehen, nutzt der nichts mehr. Das erklärte also die zu geringe Einspritzmenge, die auf den ersten Blick ein funktionierendes Einspritzventil vortäuschte, weil es ja auf die Drosselklappe rieselte. Man erwartet als Fehler dort ja immer ein totales Wegbleiben des Sprit's, wenn es das Ventil erwischt hat. Mit einem neuen Einspritzeinheit sollte er wieder laufen.
Habe ich so noch nie gesehen, noch nicht mal bei jahrelang mit 85% Ethanol gefahrenen Autos. Man lernt eben. auch nach fast 40 Jahren Monojetronic, immer noch dazu. In diesem Fall war das Teil seit 1988 im Auto. Eben die sprichwörtliche Unzuverlässigkeit, der "Fehler in allen Teilen" Produkte von Bosch.. Nach nicht mal 150.000km und gerade mal 38 Jahren sollte Fiat das eigentlich auf Kulanz beheben.
Sollte jemand so ein Monojetronic Einspritzventil schon mal erfolgreich gereinigt haben, würde ich mich über Vorschläge freuen. Ich fürchte nur den Rost bekommt man da nicht mehr raus. Was fies genug ist um Rost auf zu lösen, wird vermutlich auch alles andere fressen.
Man braucht nicht zu erwähnen das die armen ,überforderten Kollegen natürlich "so einen Fehler" nicht gefunden haben. Die diagnostizierten einen Defekt von Digiplex und Monojet-Steuergerät, die der Kunde beide beschaffen sollte. Hätte wohl nicht viel geholfen... Ich reiche Bilder nach.