Dieses Rehbraun ist normal für gewöhnliche Vergaserautos.
Sportmotoren, also getunte Motoren von Straßenautos die manche im Straßenverkehr fahren, z.B. mit Weber Doppelvergasern, zeigen wenn sie richtig gut abgestimmt sind, nach Autobahndauervollgas hellgraue Zündkerzen, auch der Auspuff ist in der Regel im Endrohr hellgrau. Nach reinem Straßenbetrieb sind hier die Kerzem aber auch bräunlich, weil, um die Gasannahme bissig zu halten, im Übergangesbereich etwas fetter abgestimmt wird.
Ein Einspritzmotor mit Lambdasonde, stimmt sich automatisch ständig neu ab, für beste Leistung. Wenn Du viel gleichmäßig fährst, z.B. um die 100km/h auf der Autobahn, regelt die Elektronik den Motor auf ein genau passendes Gemisch ein, bei dem restlos alles Benzin verbrannt wird und kein Kohlenstoff in Form von Ruß übrig bleibt. Folglich setzt sich auch nichts auf der Zündkerze ab. Du baust dann, wenn der Motor nicht gerade Unmengen Öl verbraucht, schneeweiße Kerzen aus. Mehr Benzin würde nur die Verbrennung kälter machen und Ablagerungen bilden, die Leistung vermindern und natürlich den Tank schneller leeren.
Warum es so unterschiedliche Meinungen gibt? Selbst Menschen die 30 Jahre in Autowerkstätten gearbeitet haben, wissen of nicht besonders viel über die realen Vorgänge in einem Motor. Wozu auch, sie machen Warungsarbeiten und bauen neue Teile an, von denen sie hoffen das sie die Ursache für Probleme waren. Sie leben von Sätzen wie "Das geht beim Golf immer Kaputt" oder "Ja, ja, das kennen wir." Das sind die "Profis". Arbeiten sie in Markenwerkstätten, reparieren sie oft gar keine alten Autos, bei 5 Jahren runzeln sie die stirn, bei 10 Jahren schütteln sie den Kopf. In Vertragswerkstätten kommt es vor das ein Mechaniker in einem ganzen Jahr keinen einzigen Motor öffnet und nie ein Ventil neu eingeschliffen wird, weil grundsätzlich komplette Austausch-Baugruppen verwendet werden. Einen zylinderkopf überholen? Kolbenringe erneuern oder ein Getriebe reparieren? "Das lohnt nicht", "wir haben das Spezialwerkzeug schon lange nicht mehr" oder "für so was fehlt hier die Zeit".
Was erwartest Du also nun von Hobbyschraubern, die alle zwei Jahre einmal Ölwechsel bei ihrem Auto machen, ein Radio selber anbauen und, erst wenn der Motor Probleme macht, auf die Idee kommen die Kerzen auszubauen. Weshalb man in ihrem Bekanntenkreis auch sagt: "der Paule hat Ahnung von Autos, frag den doch mal." Ahnungen sind Vermutungen, Annahmen und unbewiesene Ursachen. Der hat sicher oft Glück und findet auch einen Fehler. Nur, warum eine Kerze weiss, rot, schwarz, braun oder grau ist, das vermutet er nur, Wissen ist was anderes. Leider helfen ihm Bücher und Internet auch nur bedingt.
Weshalb ich lieber Leute fragen würde die wirklich etwas wissen. Leute die alte Autos reparieren, restaurieren oder Tunen. Tuner sehen z.B. die Innenseite von gebrauchten, aber 100% heilen Motoren. Weil sie die innen drin umbauen. "Normale" Werkstattleute sehen immer nur kaputte Motoren von innen. Nun frage Dich mal wer mehr von Autos versteht, einer der sie baut oder einer der nur Teile daran tauscht die kaputt sind.
So. Nun hast Du die ganzen Leute, die irgendwie mit Autos zu tun haben auf einen winzigen Prozentsatz mit wirklichem Wissen über die Vorgänge, Ursachen und Grenzen in Motoren zusammen gestrichen. Weil die aber von den Normalen, Hobby und Gar nicht Schraubern grundsätzlich angefeindet werden, weil diese Leute etwas besser wissen als man selber und das auch noch sagen, sind die nun mal Scheixxe. Weshalb die überwiegend die Auto Foren verlassen.
Das ist überall so, bei Autos, HIFI, Pferden und was weis ich. Übrig bleiben dann am Ende Leute die sich selber die Finger nur bei vom Fahrrad fallen schmutzig machen, aber gerne ihr aufgeschnapptes Halbwissen reproduzieren, um wenigstens im Forum einmal zu glänzen. Dann ist das Forum tot.